Partei der Vernunft - Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan

Traumatisierung von Bundeswehrsoldaten und Verbrennen von Steuergeldern stoppen

Den Schwerpunkt einer neuen Afghanistan-Strategie sieht Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg beim Schutz der Bevölkerung und der Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte. Das bisherige Kontingent gelte es umzustrukturieren und neu aufzustellen, so zu Guttenberg im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Da stellt sich die Frage, ob es nicht wieder „alter Wein in neuen Schläuchen ist“. Viele humanitäre Organisationen kritisieren schon seit Jahren, dass zu wenig für den zivilen Wiederaufbau getan wurde und wird. Solange man der Bevölkerung in Afghanistan keine nachvollziehbare Perspektive zur Sicherung ihres Lebensunterhaltes geben kann, wird der Zulauf zu den Taliban zunehmen. Auch darf man die Korruption der sogenannten afghanischen freien Regierung nicht unterschätzen. Dadurch fehlt jeglicher Rückhalt von der Bevölkerung, die irgendwo zwischen der Regierung und Taliban stehen. Die Soldaten der ISAF werden als Befürworter einer korrupten Regierung angesehen. Von einigen Soldaten, die ihren Dienst in Afghanistan leisteten, hört man, dass gemeinsame Aktionen mit der afghanischer Armee von ihren Kommandeuren dazu genutzt werden, Diesel abzuzweigen, um sie gewinnbringend an die Bevölkerung zu veräußern.

Selbst der Deutsche Bundestag macht es sich dadurch sehr leicht, in dem er das Afghanistan-Mandat seit 2001 immer nur verlängert, aber den Auftrag der Bundeswehr nicht der derzeitigen Lage anpasst. Schließlich hat sich die Lage von 2001 rapide zu der heutigen geändert. Immer wieder erleben wir „Zwischenfälle“, wie z. B. den am Checkpoint bei Kundus, wo wieder deutsche Soldaten in Gefahr geraten sind. Trotzdem herrscht in der deutschen Bevölkerung ein freundliches Desinteresse an der deutschen Afghanistan-Politik. Die Leidtragenden sind die Soldaten, die z.T. schwer verletzt oder traumatisiert in die Heimat zurückkehren und keine Anerkennung erfahren. Selbst die Versorgung von ausgeschiedenen invaliden Soldaten ist von staatlicher Seite sehr dürftig. Dagegen sind demagogische Politiker, die diese Soldaten in einen Auslandseinsatz schicken, besser abgesichert.

Ergo: Sowohl für die afghanische Bevölkerung als auch für die Bundesrepublik Deutschland bringt der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr nichts ein. Das gilt auch für eine sogenannte neue Strategie.

Solange kein klare Strategie in Afghanistan zu erkennen ist, fordert die Partei der Vernunft den schrittweisen Abzug der Bundeswehr. Erst recht bekräftigen wir diese Forderung, im Falle weiteren Schadens für die Bundesrepublik Deutschland, durch das Verbrennen von Steuergeldern im Rahmen diesen Einsatzes. Als aktuelles Beispiel sei hier das von Außenminister Guido Westerwelle geplante Aussteigerprogramm für Taliban genannt.

Zusätzlich ist das Augenmerk im Besonderen auf invalide und traumatisierte Soldaten zu richten. Eine umgehende Verbesserung der psychologischen Betreuung der aus Afghanistan zurückgekehrten sowie der vor Ort im Einsatz befindlichen Soldaten haben höchste Priorität.

Die Partei der Vernunft steht programmatisch für ein Ablehnen aller Angriffskriege sowie einen auf die Landesverteidigung begrenzten Einsatz der Bundeswehr.

Veränderungen sind nur mit politischer Macht möglich. Alle interessierten Menschen sind daher eingeladen, sich mit uns gemeinsam politisch zu engagieren.

Weitere Informationen:

http://www.parteidervernunft.eu/parteiprogramm.html#landesverteidigung
http://www.parteidervernunft.eu/mitgliedschaft.html

http://www.welt.de/politik/lachmann/article5963479/Mit-Sozialhilfe-ist-A...
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/064/1606460.pdf
http://www.tagesschau.de/inland/bundestag328.html
http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Interview/2010/01/2010-01-25-in...

Bildquelle: Flickr.com

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Kreuzberg-Jakob (nicht überprüft)
Bild von Kreuzberg-Jakob

Hier wird ja alles auf den Kopf gestellt!
Wer sind die Leidtragenden in diesem Krieg? Ich glaube, Euch ist entgangen, daß dort unten Menschen abgeschlachtet werden! Leute, die uns nie etwas getan haben und das auch nie vorhatten! Was sich natürlich mit der Zeit ändern wird! Kein Volk wird sich ewig abmetzeln lassen, ohne jemals zurückzuschlagen.
Traumatisierte Bundeswehrsoldaten!
Soll das heißen, daß ich auch noch Mitleid haben soll? Frag mal privat so einen Idioten, warum er sich zum Einsatz beim Überfall gemeldet hat! Du wirst 100% die Antwort kriegen: "Ich habe doch nichts anderes gelernt!" oder "Weil ich keine andere Arbeit bekommen habe!" - Wer fremde Leute umbringt, weil er zu doof ist, irgendwas Nutzbringendes zu machen, wird normalerweise als Schwerverbrecher eingesperrt. Das kann auch noch kommen - Helden sind die Sieger, Verbrecher die Verlierer - was ist, wenn sich das Blatt wendet?
Das tatsächliche Problem ist doch wohl, daß dieser Abschaum mit dem Einzigen, was er gelernt hat, fortfahren könnte, wenn er zurück in Deutschland ist. Ein Problem, das aus den USA bestens bekannt ist.
Und wieso sind bezahlte Mörder traumatisiert, wenn sie nicht mehr ihrer Tätigkeit nachgehen? Wieso denkt niemand an ihre Opfer? Menschen, die seit 30 Jahren keine Nacht ruhig schlafen können, die in ständigem Krieg leben, viele von Geburt an. Von denen jeder nahe Verwandte, Eltern Geschwister, Kinder, bei diesem ewigen Gemetzel verloren hat, ganz abgesehen von Haus und Hof? Glaubt man etwa, daß diese Leute nicht ausnahmslos traumatisiert sind?
Die Deutschen, die den 2.Weltkrieg erlebt haben, sind bis heute traumatisiert, obwohl es nur 2 - 3 Jahre waren, in denen Deutschland bombardiert wurde. Leider hat keiner von denen in unserer Regierung was zu sagen.
Während in Europa gekeultes Geflügel in 3facher Ausfertigung gezählt wird, zählt man in Afghanistan nur tote Angreifer - keine Opfer. Die gelten weniger als eine deutsche Ente! Aber jedes der Opfer hat Verwandte. Alle können nicht umgebracht werden. Und die werden ihren Kindern und Enkeln erzählen, was ihnen durch die NATO und ihre Willigen widerfahren ist. Sie werden noch unsere Urenkel hassen, sofern wir solange überleben, welche zu zeugen.
Die Kriegspolitik der Regierung gefährdet nicht nur unsere Sicherheit. Sie vernichtet die Zukunft unserer Kinder!
Und da macht man sich über "traumatisierte Soldaten" Sorgen! Laßt sie aufbauen, was sie zerstört haben, da wird ihnen das Trauma schon vergehen!

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