Monetative: Ein zum Scheitern verurteiltes Geldexperiment

"Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht." (Benjamin Franklin)

In Deutschland fordert eine Initiativgruppe um die Wirtschaftsprofessoren Joseph Huber und Bernd Senf unter dem Titel «Monetative» eine Beschränkung der Geldschöpfung auf die öffentliche Hand. «Alles Geld soll ausschließlich von einer unabhängigen öffentlichen Stelle geschöpft werden», so die Gründer der gleichnamigen Vereinigung. Diese zentralen Stellen, vornehmlich die Europäische Zentralbank und ihre nationalen Mitgliedsbanken, sollen endgültig zur Vierten Gewalt im Staat werden: zur Monetative, in Ergänzung der Legislative, Exekutive und Judikative.

Allein die Vorstellung und Forderung nach einer «unabhängigen öffentlichen Stelle» stellt die «Monetative» in Zweifel. Es wird niemals eine öffentliche Stelle geben, die gänzlich unabhängig agieren könnte. Allein der Verzicht auf eine zentrale Institution (wie die Zentralbank) verhindert jeglichen Versuch, die Unabhängigkeit durch Einflussnahme zu konterkarieren. Dass Zentralbanken und staatliches „Voll“-Geld für Stabilität sorgen, ist offensichtlich nicht mehr als ein Mythos – und ein Beleg für die erfolgreiche politische Dressur gutgläubiger Bürger. Bisher ist noch jedes (!) ungedeckte Papiergeldsystem zusammengebrochen.

Friedrich August von Hayek wies auf die tiefere Ursache mit den Worten hin: "Keine Behörde kann im Vorhinein feststellen, sondern nur der Markt kann entdecken, was die ‚optimale Geldmenge’ ist."

Nach dem Willen der beiden Wirtschaftsprofessoren soll nur noch das System staatlicher Zentralbanken – die Monetative – autorisiert sein, Geld aus dem Nichts zu schöpfen. Es ist in gleichem Maße als Falschmünzerei zu bezeichnen wie im Falle des von den Geschäftsbanken aus dem Nichts geschöpften Geldes. Die tiefere Ursache der Weltfinanzkrise wird deshalb durch die alleinige Abschaffung des Teilreservebanksystems nicht behoben, sondern nur institutionell verschoben. Das Vollgeldsystem nach Huber und Senf ist nicht weniger inflationär und provoziert eine Wirtschafts- und „Staats“-Finanzkrise nach der anderen. Huber und Senf vertreten an dieser Stelle die Meinung, dass die Zentralbanken Spekulationsblasen und Preisinflation wirkungsvoll vorbeugen, indem sie die Geldmenge in Übereinstimmung mit dem realwirtschaftlichen Entwicklungspotenzial steuert. Diese theoretische Mutmaßung ist eine gefährliche Anmaßung von Wissen. Dieses Wissen hat niemand und kann niemand haben, weil die dazu erforderlichen „Daten“ niemand exakt kennen kann. Lesen Sie an dieser Stelle: Die Ursache der Finanzkrise in einem Satz.

Es bleibt also eine Kunstwährung, hinter der Nichts und Niemand steht. Obendrein soll das neu geschöpfte Geld zinslos der Regierung überlassen werden, die es durch öffentliche Ausgaben in Umlauf bringt. Damit sind wir dann aber unversehens in einer Voodoo-Ökonomie angekommen, die den natürlichen Zinsentwicklungsprozess konterkariert, was automatisch zur Geldentwertung führt, da wertloses Zentralbankengeld in den Markt gepumpt wird. Eine wichtige Aufgabe des staatlichen Papiergeldmonopols besteht in der Finanzierung des Schuldenstaates. Der Schuldenstaat kann auch nicht mit einer Seigniorage (Münzgewinn) abgebaut werden. Bestenfalls würde er aus dem Gewinn der Seigniorage die Verschuldungspolitik mit wertlosem Papiergeld leichtfertig legitimieren.


Der Umverteilungsstaat kennt nur eine Entwicklungsrichtung: die Ausdehnung. Es kann also nur lauten: Rekordverschuldung erfordert Rekordentstaatlichung. Punkt.

Fatalerweise werden in der Öffentlichkeit die Krisen, die das Staatsgeld provoziert, als Versagen des freien Marktsystems gedeutet. Mit immer weiter gehenden Einschränkungen der wirtschaftlichen und bürgerlichen Freiheiten sollen Fehlentwicklungen überwunden werden. Tatsächlich ist es aber notwendig, die überkommene staatsmonopolistische Geldproduktion marktwirtschaftlichen Regeln und damit dem Wettbewerb zu unterwerfen! Die Privatisierung des Geldes ist also nicht nur der Schlüssel für gutes Geld, sondern auch für eine drastische Beschränkung des Schuldenstaates und die Ausbeutung der Leistungsträger durch die Staatskleptokratie. Die Regierungen müssten ihre Haushalte tatsächlich solide finanzieren. Staaten sind nicht mehr automatisch grenzenlos kreditwürdig. Finanzinstitute werden sich sorgfältig überlegen, ob sie Kredite für die Begünstigung von Sonderinteressengruppen wie Autobauer und Arbeitslose, Familien, Rentner und Studenten, Bauern, Banker, Kohlekumpel usw. usf. zu Wahlzwecken finanzieren möchten.

Der Wettbewerb sorgt für besseres Geld, als es Regierungen oder Zentralbanken jemals produzieren würden, geschweige denn könnten. Alles, was solch ein System zum Funktionieren braucht, ist ein Rechtssystem, das Sorge für die Vertragsfreiheit und -rechte trägt. Der Staat spielt keine aktive Rolle. Die Zentralbanken könnten geschlossen werden, das willkürliche Herummanipulieren an Geldmenge und Zins, das so große volkswirtschaftliche Schäden verursacht, würde beendet. In einem Marktgeldsystem wären die Konjunkturverläufe weniger schwankungsanfällig, weil es Fehlinvestitionen entgegenwirkt. Der Spielraum für Staatsinterventionen würde zurückgedrängt. Und so würde auch die Zerstörung von Freiheit und Wohlstand, für die eine monetäre Planwirtschaft sorgt, entschärft.

Hintergrundinformationen und Quellen:

Der Übergang vom staatlichen Papiergeldmonopol zu einer marktwirtschaftlichen Geldordnung ist evolutionär mittels Wettbewerb möglich. [PDF-Dokument]

«Free Banking» als Alternative zu Zentralbankengeld [PDF-Dokument]

Rekordverschuldung erfordert Rekordentstaatlichung [Link]

Die Ursache der Finanzkrise in einem Satz [Link]

Die Irrtümer der "Freiwirtschaft" [Link]


Gerd-Lothar Reschke (nicht überprüft)
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Danke. Diesen Beitrag muß jeder lesen und verstehen, der nicht nur das jetzige System (oder, reflexhaft, einfach nur die aktuell Regierenden) kritisiert, sondern eine bessere Alternative aufzuzeigen versucht.

Aber gerade dieses Vorausschauen können die meisten (noch) gar nicht leisten. Dort herrscht immer noch eine ideologische, von Gesell-Jüngern verklebte und in unrealistische Wunschvorstellungen abgleitende Debatte vor, der leider auch Prof. Senf und z.B. Dirk Müller, ansonsten respektable Leute, verfallen sind. Intellektuelle wie Prof. Senf und viele andere erwarten das letzte Heil immer vom Staat. Sie wollen mehr Demokratie, und am Ende reden sie bloß eine Diktatur herbei.

Deshalb nochmal: Diese Leute seien hiermit aufgefordert, sich der echten Debatte zu stellen und aus ihren Wolkenkuckuckshäusern herauszukommen.

Robert K. (nicht überprüft)
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Ich bin leider kein Experte in diesem Gebiet, ich beschäftige mich aber Intensiv derzeit damit.
Dennoch weiß ich das Prof. Senf ein Experte ist und ich mir einen fast 3h Vortrag von ihm angehört habe, über das Problem Wirtschaftskrise, Zins - Zinseszins, sowie Geldentwicklung und Enstehung.

Weiteres habe ich Interviews angesehen und Berichte von ihm gelesen. Er hatte dort nie eine Lösung für das Problem angesprochen, er hat es nur in seinem Buch beschrieben. Wo ich leider noch nicht dazu kam es zu lesen.
Nichts desto trotz denke ich, aber weiß es nicht, dass Prof. Senf eine logische Alternative finden kann, als wie wir es jetzt haben.

Das zerschlagen seiner These wie es in diesem Bericht passiert, unterliegt leider nicht meinen Fachkenntnissen, deshalb kann ich dazu nicht wahrlich urteilen.

Ich hoffe nur das Johannes Roßmanith sich länger, intensiver und mehr Fachwissen zu VWL, physische-Ökonomie und Geldwirtschaftskomplexen angeeigent hat als Prof. Dr. Bernd Senf.
Wenn das nicht der Fall sein sollte dann würde ich das gerne auf Wegen erfahren.

Mit freundlichem Gruß

Oliver Janich
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Beigetreten: 28.06.2009

Ich habe mich ausführlich mit den Thesen von Prof. Senf beschäftigt und auch persönlich mit ihm gesprochen. Er ist symphatisch, aber macht eben den oben beschriebenen Fehler. Ein weiterer Fehler ist, dass er im Zins das Übel sieht. Zins ist aber nur die Leihgebühr für eine überlassene Ware/Geld. Ich habe nicht die Zeit jetzt näher darauf einzugehen. In meinem Buch, dass ich derzeit Tag und Nacht schreibe gehe ich ausführlicher darauf ein.

Aber zum angeblichen Zinseszinsproblem schon mal hier:

http://www.parteidervernunft.eu/node/333

Jakobus Dorloff (nicht überprüft)
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Auch wenn Bernd Senf natürlich ein Verfechter von Gesells Theorien ist, geht es bei der Monetativen ja nicht darum ein Wirtschaftssystem nach Gesell zu schaffen. Die Ziele beschränken sich doch darauf, die Geldschöpfung von Geschäftsbanken "aus dem Nichts" zu unterbinden und die Geldemission auf eine staatliche Institution zu übertragen.

Über Fiat Money vs. Commodity Money lässt sich sicher bis in die Unendlichkeit streiten. Wahrscheinlich liegt es daran, dass beide Systeme Ihre Fehler haben. Aus meiner Sicht eben auch Edelmetallwährungen.

Nur ist das Konzept der Monetative nicht recht realsistisch, wenn man aus heutiger Sicht betrachtet, was zur Verbesserung unseres Geldsystems möglich ist?

Ich selbst stimme mit dem ersten Schritt der Monetative, den Geschäftsbanken die "unbegrenzte Kreditgeldschöpfung zu unterbinden voll überein. So gibt es wnigstens die Möglichkeit, dass die Zentralbank etwas steuern kann, was eine Verbesserung zur heutigen Lage darstellen würde.

Der zweite Schritt ist natürlich schon utopischer, denn ich kann mir heute auch keine Institution vorstellen, welche die Emission des Geldes unabhängig durchführen könnte.

Insgesammt finde ich es aber positiv einen Ansatz zu verfolgen, der im Bereich des Möglichen liegt und aus meiner Sicht ist das Konzept von Geld mit z.B. voller Golddeckung, in unserer heutigen Zeit, sehr viel utopischer.

Irgendjemand hat doch heute einen Großteil des Weltbestands des Goldes in Zugriff, der dann erheblich profiieren würde, wenn es wieder als Währung benutzt würde und könnte dann halt damit die Sachwerte der Welt einsammeln.

Was ich eigentlich wissen möchte: Wie sieht der vernünftige Ansatz einer Edelmetallwährung in heutigen Zeiten aus? Mir fehlt hier noch das Konzept...

Oliver Janich
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Beigetreten: 28.06.2009

Wir fordern übergangsweise einen Mindestreservesatz von 100 % nach Friedman, damit ist zumindest die Geldschöpfung der Geschäftsbanken abgeschafft.

Übrig bleibt die Geldschöpfung der Notenbanken. Die wird durch Abschaffung des staatlichen Geldmonopols verhindert. Damit gibt es keine Geldschöpfung aus dem Nichts und folglich keine systemrelevanten Finanzkrisen mehr.

Wie die Transformation aussehen könnte, finden Sie in den Links unter dem Artikel. Wer wieviel Gold hat ist dafür irrelevant.

Markus Heigell (nicht überprüft)
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@Jakobus

Gerade die Steuerei durch die Zentralbank ist ja das Übel und deshalb nicht die Lösung.

Bei Bernd Senf braucht man ja wieder eine Zentralbank. Bei Hayek wird die Geldmenge durch den Markt bereitgestellt, der Wettbewerb sorgt dafür das sich die beste Währung/den durchsetzt. Wie sich das entwickeln würde kann man eben nicht wissen, denn das wäre eine Anmaßung von Wissen.

Pablo (nicht überprüft)
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Es freut mich, dass dieses wichtige Thema überhaupt jetzt mal diskutiert wird und ich denke, auch wenn die MONETATIVE letztendlich scheitern wird, hat sie zur Diskussion beigetragen, was esentiell wichtig ist.

Grundsätzlich liebäugele ich mit beiden Alternativen, wobei die Free-Money-Sache mit den konkurrierenden Währungen allein schon wegen des basisdemokratischen Charakters sehr anziehend wirkt.

Der gute Kern der MONETATIVE liegt meiner Meinung nach darin, dass erkannt wurde, dass die Privatbanken durch ihr Geldschöpfungsprivileg unnötig bevorteilt werden. Die schlechte Seite ist die starke Zentrierung von Macht.

Die grundlegende Kritik an "nichtgedecktem, schlechtem Geld" kann ich hier allerdings nur teilweise nachvollziehen. Es wäre ja auch möglich, das 100%-Zentralbankgeld ganz oder teilweise an Warenkörbe oder andere Sicherheiten zu binden.

Bei Free-Money stellt sich nun die Frage, wie denn die jeweiligen Emittenten Geldmengen und Zinspolitik betreiben wollen. Diese gelangen doch schließlich wieder zu dem selben Problem, dass sie die Zukunft nicht voraussagen können und folglich auch nicht die benötigte, die "richtige" Geldmenge. Sie müssten sich doch wiederum, genau wie die Zentralbank(des 100%-Geldes) mit Statistiken und Einschätzungen helfen oder sehe ich das falsch?

Gerd-Lothar Reschke (nicht überprüft)
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Ungedecktes Geld ist Falschgeld, und genau deshalb kommt eben hier der Staat ins Spiel: Er muß es per Dekret (Zwang) legalisieren (die nicht vorhandene Deckung kompensieren). Im selben Moment, wo Geld gedeckt ist, ist der Staat aus dem Spiel (und wird auch gar nicht mehr zur Aufrechterhaltung des Geldsystems benötigt). Dies ist dann automatisch Marktgeld.

Die weiteren Modalitäten (Edelmetalle oder andere Hinterlegungen) sind hier gar nicht der Punkt. Das eigentliche Problem sehe ich z.Zt. in einer epochalen geistigen Vorkonditionierung (Gehirnwäsche) - so wie ja auch das Geldsystem als einer der fundamentalen Grundpfeiler nicht nur unserer Wirtschaft, sondern der gesamten heutigen Kultur ca. seit 1913 (Gründung des FED) in den Köpfen verankert wurde. Die Leute können sich einfach gar nichts anderes mehr denken; sie gelangen da an eine tiefsitzende innere Sperre. Und wie jede solche Konditionierung hat auch diese weitreichende Folgen.

Es ist also ein komplettes Umdenken angesagt, eine kopernikanische Wende, oder eine neue "Reformation".

Das reflexhafte Gegenargumentieren, so als würde die Abschaffung der Zentralbanken (die eigentlich, wenn man den Hintergrund besser versteht, nichts als kriminelle Geldkraken sind) zum Untergang führen, ist die psychische Barriere. Durchaus vergleichbar mit der Angst im Mittelalter, die Entmachtung von Kirche und Papst würde ins Chaos führen.

Ich bin auf Marktgeld als echte Alternative schon ausführlich in meinem Beitrag Staatsgeld und Marktgeld eingegangen.

Gast (nicht überprüft)
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Endlich mal jemand, der die "Alternativen" durchschaut. Leider wird man von den Gesell-Senf-attac-usw.-Anhängern angepöbelt, wenn man schreibt, was Sache ist. Keiner von diesen Anhängern scheint sich jemals mit Buchhaltung und VWL beschäftigt zu haben. Hauptsache, man hat eine Alternative, die verlockend klingt. Welche Konsequenzen daraus entstehen, lässt sich leicht in der Geschichte ablesen. Anscheinend hatten diese Kreise im Geschichtsunterricht ebenso einen Fensterplatz.

alexander (nicht überprüft)
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Herr Janich, sie sagen das Professor Senf den Fehler im Zins sieht und das Flasch sei? Wo soll denn aber bitte an folgenden abstrakten Beispiel kein Fehler sein:

10 Marktteilnehmer, 1000 Euro aus dem Nichts geschöpften Geldes, 5% Zinsen am Ende des Jahres. Wo bekommen die 10 Marktteilnehmer die 50 Euro her die sie für die Rückzahlung der Zinsen benötigen? Wer bringt die in Umlauf? Wie werden die in einem Free-Banking System in Umlauf gebracht, um die exponentielle Entwicklung des verzinsten Geldes zu verhindern?

Wobei ich anmerken muss das Hayeks Vorstellung von konkurrierenden Währungen sehr interessant ist und zudem den dezentralen Charakter aufweist, den man sich bei einem freien und stabilen Geldsystem wünscht.

Wobei ich mir auch hier die Frage stelle wie man auf Dauer Monopolbildung durch zu große Marktteilnehmer oder zu wenig Konkurrenz eindämmen kann.

Gast (nicht überprüft)
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..hmmm... was Herr Senf aktuell macht bzw. fodert weiß ich nicht, aber vorm jahr klang das eher nach einer Indexwährung.. was ja eigentlich Sinnvoll, da Markt geregelt wäre.... Aber nunja dann mal zum Free Banking von dem ich hier zum erstenmal gehört habe:

"Der Übergang zum Free Banking wäre in einem zweistufigen Verfahren
möglich. Zunächst würden die Verbindlichkeiten der Banken in einem festen
Umtauschverhältnis z.B. an Gold angebunden, das noch in den Kellern der
Zentralbanken lagert. Allen Geldhaltern würde zudem das Recht eingeräumt, ihre
Bankguthaben jederzeit in Gold umzutauschen. Anschliessend würde das
Geldsystem privatisiert, so dass die Menschen ihr Zahlungsmittel frei wählen und
vertraglich vereinbaren können. Dann herrscht Freihandel mit Geld und bezüglich
der Bankgeschäfte. Wie bei allen anderen Gütern auch wird sich Qualität
durchsetzen, vielleicht in Form Gold gedeckter Währungen, die sich in der
Geschichte durch besondere Werthaltigkeit und praktische Benutzung
ausgezeichnet haben. Es ist Zeit, das schlechte staatliche Monopolprodukt zu
ersetzen, schliesslich ist auch der Trabbi nur noch ein Überbleibsel für Ostalgiker.
Der Staat könnte sich dann auf seine eigentliche Aufgabe konzentrieren: Den heute
sträflich vernachlässigten Schutz des Eigentums durchzusetzen. Insbesondere darf
niemand das Privileg erhalten, Dinge zu verleihen, das ihm als Depositen übereignet
wurde. Denken Sie an die Garderobe im Theater. "

.. dann hab ich bei meinem Kontostand und dem Gold was auf der Erde schon gefördert ist zum Verhältniss was an Geld schon gedruckt wurde... hm 0,00000001% oder was...

und der Herr Rothschild und die ganzen anderen SCHON LANGE PRIVATEN BANKEN, die sich schon seit mehr als 100 Jahren am System der "Bank of England" gesetzlich legitimiert bereichert haben??.. Die haben dann zusammenüber 60% des Goldes auf der Welt.. und so wird sich aus Uneinigkeit der anderen und Mangel an Information und Einheit, wieder diese Verbrecher am ach so freien Markt durchsetzen.

und wie es zur Geldmengenverminderng kommen soll beim Free banking wenn auch die Produktion mal nachläßt, wird mir hier nicht deutlich, bei einer Indexwährung schon.

Naja aber keine Zeit jetzt noch mehr davon in dieses Thema zu investieren, es ist auf Jedenfall sehr spannend, und denn Stein der Weisen hat da wohl noch niemand gefunden (Zumindest nicht im ganzen).

Ahm, aber zur Partei... Den Gesell zu verteufeln, dafür aber den Zins und Gold zu loben, scheint mir mehr als Unvernünftig...

Aber trotzdem weiterhin viel Erfolg mit der Partei.

Markus (nicht überprüft)
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angenommen marktgeld waere weizen. man leiht sich ein weizenkorn und pflanzt es ein, pfelgt es, giest es und spricht mit und erntet nachher 50 weizenkörner. jetzt kann man locker die 100% zinsen bezahlen und hat immer noch 48 weizenkörner.

so langsam wurden hier bei der pdv alle themen angesprochen die mir wichtig sind. eigentlich seid ihr ueberall meiner meinung. ich glaube ich wechsle bald von den piraten zu der pdv! Smile

Jürgen (nicht überprüft)
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Was ist denn der Unterschied der Monetative zum jetzigen System? Ich sehe da zwei Vorteile:
1. Es gibt eine Kontrollinstanz, die die Geldmenge begrenzen kann. Dies ist derzeit nicht möglich, denn der Staat kann so viele Schulden aufnehmen - und somit Geld in Umlauf bringen - wie er will! Hierauf hat die jetzige Zentralbank nur sehr begrenzten Einfluß.
2. Zinsgewinne von geschöpftem Geld fließen nicht mehr ohnehin schon reichen privaten Institutionen (den Geschäftsbanken) zu, sondern der Allgemeinheit. Es spielt also keine große Rolle, wenn die Monetative die benötigte Geldmenge überschätzt. Kommt zu viel Geld in Umlauf, wird das Geld vor allem der Reichen abgewertet und es steht mehr Geld zum Verteilen zur Verfügung.

Eine weitere Lösung ist es, Bargeld ebenfalls einem Zins auszusetzen, der in schlechten wirtschaftlichen Situationen negativ werden muß. Somit können auch alle anderen Zinssätze für Giralgeld, Sparkonten, Dispokredite ebenfalls nach unten angepaßt und bei Bedarf auch negativ werden. Somit wäre endlich ein negatives Wirtschaftswachstum möglich ganz ohne eine Krise!!! Verantwortlich für den Wachstumszwang ist das wertstabile Bargeld.

Das alles ist jetzt nur sehr kurz dargestellt, denn lange Texte würde hier niemand lesen. Ich persönlich favorisiere eine Kombination beider Lösungen. Sucht mal nach "Global Change 2009".

Oliver Janich
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Beigetreten: 28.06.2009

Wie Markus schon sagt, werden die Zinsen aus der zusätzlichen Güterproduktion gezahlt.

Eine Zentralbank kann keine Währung decken, da sie keine Güter produziert.

Jede vorhanden Goldmenge reicht aus. Wird ein Teil des Goldes gehortet, steigt das restliche Gold im Wert (oder alle anderen Sachwerte, die zum Tausch genutzt werden).

Wenn sich also die Gütermenge verdoppelt, verdoppelt sich der Wert des Goldes. Was ist wohl besser? Geld das immer mehr wert wird, oder welches das immer weniger wert wird? Das ist nicht zu verwechseln mit Deflation aufgrund steigender Unsicherheit. Es ist einfach dem technischen Fortschritt zu verdanken, der so allen zu Gute kommt.

Die privaten Individuen kennen die benötigte Geldmenge und den richtigen Zins natürlich auch nicht, sie ergeben sich einfach aus Angebot und Nachfrage, wie auf jedem anderen Markt auch.

Robert K. (nicht überprüft)
Bild von Robert K.

Ich möchte das ganze noch einmal zu meinen Verständniss zusammenfassen:

1. Wenn der "Geld-Wert", wie derzeit, dadurch bestimmt wird wieviel Geld im Umlauf ist, dann nimmt der Geldwert ab umso mehr Geld im Umlauf kommt. Fakt!
(*Wenn der "Geld-Wert" durch Gold bzw. Silber gedeckt ist, dann ist das "Geld" stabil bzw. stabiler auf dem Markt. Fakt?*)

2. Der Zins und Zinseszins ist eine Leihgebühr, eine Gebühr die nur dann zurückgezahlt werden kann wenn ein dritter ein Verlust seiner Finanzen erleidet oder eine bestimmte Menge an neuen Geld in Umlauf kommt. Sprich: Entweder es geht A) einer Pleite oder B) der Geldwert sinkt (s.1). Fakt?

3. "Keine Behörde kann im Vorhinein feststellen, sondern nur der Markt kann entdecken, was die ‚optimale Geldmenge’ ist."

Warum kann dann die Börse anhand von Spekulationen entscheiden, was der Wert von physischen Gütern ist - in Geld?

Der Markt ist keine gottgegebene Materie, sie ist keine Person die selbstständig handelt. Sie wird von Menschen, dem System beeinflusst und der Kreislauf der eine Marktwirtschaft im laufen hält ist doch das Verhältniss von Gütern zu Geld und Geld zu Gütern. Fakt?

Ich finde es demnach logisch, dass eine stabile Währung in der Menge heraus gegeben wird, wie es in der realwirtschaft benötigt wird. Was wahrscheinlich dann durch einen oder mehrere Indexe ins Verhältniss gesetzt wird.

4. Würde dann nicht die Forderung, von Gläubigern im Sinne der Hochfinanz, völlig wegfallen, wenn das Geld = das Gut ist?

Ich glaube ich hab total das Gulasch gerade im Kopf. Entschuldigt meine verwirrung.

Cosmic (nicht überprüft)
Bild von Cosmic

Lieber Herr Janich,

schade, daß die Partei der Vernunft die Monetative als Schreckgespenst darstellt.

Grundsätzlich finde ich, sollten sich die Geldreformer in der jetzigen Phase eher zusammentun und ihre Lösungsansätze kennenlernen und diskutieren, anstatt sie schon von vorneherein voreilig schlecht zu machen.

Ich hätte mir gerade von Ihnen, als gewissenhaften Journalisten gewünscht, daß sie bezüglich der Monetative genauer hinschauen und recherchieren, bevor Sie über ihr Parteiorgan in der Öffentlichkeit mit einem Verriss beginnen.
Haben Sie denn mal den Kontakt mit Professor Huber gesucht? Ich glaube, das wäre der richtige Weg. Sie sollten sich unbedingt mal austauschen. Mir fiel schon bei ihrem infokrieg.tv-Interview mit Herrn Benesch auf, daß sie einige Dinge der Monetative zuordnen, die gar nichts mit ihr zu tun haben.

Schade!

Wie geht´s weiter...

Wie wäre es denn, wenn Sie sich im Liebe Angela Merkel
Forum als Moderator für die Hayek-Linie bereit stellen?
www.liebeangelamerkel.de

Ab April soll dort mit einem Relaunch ein umfassendes Forum der Geldreformbewegung gestartet werden, in dem dann die Fachleute und Experten auf sehr hohem Niveau über Probleme und Lösungsansätze öffentlich debattieren. Wäre gut, wenn Sie dann dort Ihren Standpunkt auch auf den Prüfstand stellen.

Ich denke, wir alle müssen noch viel lernen, was das Geldsystem anbetrifft. In der gerade entstehenden Aufklärungsbewegung stehen wir noch am Anfang. Dabei sollten wir fair, offen und sachbezogen argumentieren und dann die besten Lösungen finden. Vor allem sollten wir uns aber dabei nicht gegenseitig mit Dogmas kaputtschmeißen!!
Denn in einem sind wir uns, denke ich alle einig, wie bisher kann und darf es nicht weitergehen...

Hier noch meine persönliche Meinung:

Wenn es denn einen freien Markt der Währungen geben sollte, dann wird es sicher auch den Staat als Herausgeber einer Währung geben. Und warum sollte dieser Staat sein Geld nicht auch selbst schuldenfrei schöpfen? Warum sollte er sich denn das Geld von privaten Währungsanbietern gegen Zins und Zinseszins teuer ausleihen. Hat der Staat doch garnicht nötig.

Davon unabhängig könnten Sie es doch gerne im freien Markt mit einer goldgedeckten Währung versuchen.

Danke und beste Grüße
Cosmic
www.liebeangelamerkel.de

P.S.: Vielleicht sollten wir auch mal entspannt telefonieren... bis bald

zurvan (nicht überprüft)
Bild von zurvan

also wie schon einige gesagt haben, meiner meinung nach gibt es auch nicht das "endrezept". man kann weder alles einer gruppe von menschen überlassen, noch alles unreguliert lassen.
im endeffekt, auch wenn es seine jahre dauert, können gesetze von den mächtigen des systems so umgeformt werden, dass sie eben doch das geld beinflussen können.

daher ist er eben sehr sehr wichtig und notwendig, dass man die vorteile all diese vorschläge ausarbeitet, und vor allen dingen auch ZUSAMMENarbeitet, anstatt hier zu sagen: haha guckmal, der senf hat doch keine ahnung und das ist alles käse usw. also solch eine herangehensweise ist nicht fördernd, sondern genau im gegenteil behindernd.

leute, wir können uns hier nicht ewig rumstreiten und rumtrödeln, denn eins ist definitv klar: solange das jetzige geldsystem herrscht, bleibt das volk für immer versklavt. und genau das gilt es mit höchster priorität zu ändern.

Gast (nicht überprüft)
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Sehr geehrter Herr Janich,

ich schätze Sie wirklich sehr (insbesondere durch den FOCUS Money Artikel zu den Ereignissen in den USA) aber scheinbar haben Sie sich mit diesem Beitrag zu weit aus dem Fenster gelehnt.

Der Zins ist ein absolutes Kernproblem, genauso wie die Börsenspekulationen.Professor Dr. Bernd Senf beschäftigt sich schon seit Jahrzehnten mit Fließprozessen und tierferliegenden Ursachen. Auch Experten wie beispielsweise Herr Dirk Müller stehen der Freiwirtschaft wie in seinem Buch "Crashkurs" beschrieben sehr offen gegenüber.Die Lösung der Probleme wäre beispielsweise eine Umlaufsicherungsgebühr wie von Gsell und auch Kennedy vorschgeschlagen. Und von Letzerem auch durchgeführt wurde. Das alleine würde bereits viele Probleme wie z.B. einen zu geringen Geldfluss in realwirtschaftlichen Prozessen lösen. Anhand von Kennedys Schicksal erkennt man auch ganz deutlich, dass dies einigen Leuten nicht so gefallen hat.

Alles in allem freue ich mich über die offenen Diskusionen allerdings muss ich gestehen, dass Ihre Thesen alles andere als ausführlich sind und auch nicht logisch nachvollziehbar. Der Zins kann nur existieren, wenn er gleich mit geschaffen wird von den Banken, sodass der Bedarf des Geldes nicht deutlich höher wird als die vorhandene Geldmenge siehe hierzu auch die große Gemeinschaftsproduktion von secret.tv und vom Kopp-Verlag:
http://video.google.de/videoplay?docid=-2537804408218048195&ei=at5yS73xL...

Bitte denken Sie nocheinmal gründlich über diese Thesen nach, weil das für mich eher nach Establishmentpropaganda klingt als nach wirklicher Auseinandersetzung mit dem Thema. Und ich glaube, dass Sie auch ziemlich alleine mit Ihrer Meinung unter annerkannten Wirtschaftsprofessoren wie z.B. Professor Dr. Bernd Senf dastehen, denn eine Vielzahl aus Experten, aus denen die Monetative nun einmal besteht, scheint sich für mich deutlich tiefgreifender und umfangreicher in den letzten Jahrzehnten bis heute mit diesem Thema beschäftigt zu haben.

Fakt ist aber und da sind wir einer Meinung: Wir brauchen eine Alternative.

Gast (nicht überprüft)
Bild von Gast

Da das vorherrschende Geldsystem das Problem darstellt und Zentralbanken entgegen der landläufigen Meinung nicht im geringsten unabhängige Institute sind sondern sich in privater Hand befinden kann es kaum sein, daß die Idee, Geld durch den Staat auszugeben eine schlechte Lösung ist. Vorher ist allerdings sicherzustellen, daß keine korrupte Politmischpoke mehr in Regierungen geduldet wird.

Die momentane Krise wurde durch Banker und ihren Vasallen in Regierung und Wirtschaft angerichtet. Hätte es irgendeine echte unabhängige (z.B. Bürgergremien) Kontrolle des Geldes und seiner Bereitstellung vor Jahrzehnten gegeben, wären uns nicht nur 2 Weltkriege sondern auch die jetzige Krise erspart geblieben.

Ohne völliges Umdenken in der Geldpolitik und beschreiten neuer Wege, wird es niemals ein Ende dieser mafiösen Strukturen in Wirtschaft, Pseudoreligionen und Politik geben.

„Gebt mir die Kontrolle über die Geldversorgung einer Nation, und es ist mir egal, wer ihre Gesetze macht.“ (Mayer Rothschid, Privatbankier)

Markus Heigell (nicht überprüft)
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Diejenigen die den Artikel kritisieren scheinen vieles nicht kapiert zu haben.

Eine zentrale Stelle kann eben nicht ohne großen Schaden anzurichten die richtige GEldmenge steuern. Die Planwirtschaft hat ja auch nicht funktioniert. Eine Monetative würde sofort eine Niedrigzinspolitik wie die FED fahren, was entweder zu Inflation oder später bei Anhebung der Zinsen dann zu einer Depression führen würde.

Nahrungsmittel werden doch auch durch den achso bösen freien Markt bereitgestellt, dort sorgt der Wettbewerb (wobei dieser heute auch durch die Politik verzerrt wurde) für eine Machtaufteilung.

Welches Geld bei einem freien Markt rauskommen würde, kann man auch nicht wissen, denn das wäre laut Hayek,Mises auch wieder eine Anmaßung von Wissen.

Das irgendwann mal Personalcomputer oder Handys rauskommen konnte man sich ja in den 60ger Jahren auch nicht vorstellen.

Gast (nicht überprüft)
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trotzdem möchte ich im Rahmen dieser Diskussion auf einen aktuellen Artikel von Dr. Bruno Bandulet aufmerksam machen.

Als Hintergrundinfo und zur Wissensvertiefung bestens geeignet.

Island und die Dämonie des Geldes
Wie eines der reichsten Länder der Welt über Nacht zusammenbrach und was wir daraus lernen können

Oliver Janich
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Beigetreten: 28.06.2009

Freunde!

Es tut mir sehr leid, ich arbeite Tag und Nacht an meinem Buch und nebenher an zwei Filmen. Das ist der Grund warum ich hier nicht ausführlicher bin.

Das Geldsystem ist im Buch eines der wichtigsten Themen. Wir haben den Monetative-Artikel reingestellt, weil wir so viele Anfragen haben. Ich bin gern zur Diskussion bereit, wie Cosmic weiss. Auf der Blogger Konferenz Germany wird es eine ausführliche Diskussion mit Hofer, evtl auch Senf und anderen geben.

Ich muss es leider so krass sagen, weil ich einfach nicht die Zeit habe: Ich kann nicht mal auf Austrians verweisen. Die haben sich mit der Monetative nie beschäftigt, weil schon im Ansatz klar ist, dass es nicht funktionieren kann. Ich werde mich trotzdem im Buch ausführlicher damit auseinandersetzen, schon weil es so viel Interesse weckt.

Und hier ein allerletztes mal: Die vorhandene Goldmenge ist egal, der Wert ergibt sich aus Angebot und Nachfrage. Die Zinsen werden durch Produktion erwirtschaftet. Wird kein Gewinn erwirtschaftet aus dem die Zinsen bezahlt werden können verschwindet die Geldmenge wieder. Da können sich alle auf den Kopf stellen, das ist FAKT und keine Theorie. Nachlesbar bei Baader, Hülsmann, Hayek, Polleit usw... Und Leuten die an Marktversagen glauben erklär ich das alles auf 250 Seiten, damit´s jeder versteht, auch Professoren die sich seit 1000 Jahren damit beschäftigen. Wink Die Keynesiaer beschäftigen sich auch ewig mit ihrem Voodoo-Unsinn und liegen trotzdem falsch.

Bitte Geduld!

P.S. Dass der Staat sein schlechtes Geld produziert und parallel echtes zulässt geht natürlich nicht, weil niemand das beliebig vermehrbare benutzen würde. Deshalb hat der Staat sein Scheingeld ja zum gesetzlichen Zahlungsmittel erklärt.

Cosmic (nicht überprüft)
Bild von Cosmic

Das hat jetzt zwar rein garnichts mit der Monetative zu tun, aber vielleicht trotzdem ein Link zu einem Beitrag, der hier reinpasst:

Die Sache mit dem Zins
Angebot zur Abkürzung einer ermüdenden Diskussion

http://www.egon-w-kreutzer.de/0PaD2010/6.html

Grüße in die Runde!
Cosmic

alexander (nicht überprüft)
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Irgendwie bleibt bei mir, allein durch die reisserische Überschrift, ein negativer Nachgeschmack. Obwohl ich ihnaltlich viel von "free banking" halte, erweckt der Artikel doch eher den Eindruck, das man versucht die Monetative zu diskreditieren. Gerade in den jetzigen Zeiten sollte man nicht versuchen eine Bewegung, wenn man das, was im Internet seit einigen Jahren an Geldsystem-kritischen Blogs, Foren und Videos entstanden ist, so nennen kann, mit solchen Artikeln auseinander zu dividieren! Denn gerade das versuchen Elitäre Kreise schon seit jeher zu schüren. Also lieber zusammenarbeiten als sich unter einander die Köppe einschlagen.

Markus Heigell (nicht überprüft)
Bild von Markus Heigell

Die Monetative ist nunmal zum scheitern verurteilt. Da kann man rumdiskutieren wie man will es ist die Wahrheit und dabei bleibt es.

Wenn man anderer Meinung ist, dann kann man das ja widerlegen aber ich sehe niemanden der das kann.

Cosmic (nicht überprüft)
Bild von Cosmic

Ja, so sehe ich das auch!
Ich kann die Kritiker an zuviel Staat ja schon verstehen, schließlich ist das ja auch nicht mehr unser Staat. Wir Bürger haben doch die Kontrolle verloren, das ist das Problem. Unsere Volksvertreter fungieren nur noch als Handlanger der Lobbies und Kartelle, so sehe ich das. Wir müssen uns den Staat und den Einfluss auf einen fairen ordnungspoltischen Rahmen wieder zurückholen. In vielen Bereichen! Und definitiv auch bei der Geldschöpfung. Über das wie kann und muss man diskutieren...
Die Monetative ist der pragmatischste Ansatz den ich bisher kenne und wäre damit EIN ERSTER KONKRETER Schritt in die richtige Richtung...
Meine Meinung: Dranbleiben! Smile

Gruß Cosmic

Oliver Janich
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User offline. Last seen 1 Tag 8 Stunden ago. Offline
Beigetreten: 28.06.2009

zu Kreutzer:

Der Zins ist nur in einem Papiergeldsystem ein Problem. Unter Gold (oder eine andere Ware) entsteht kein Geld aus dem Nichts. Gold wird verliehen, aus der Produktion können die Zinsen gezahlt werden. Gold steigt entsprechend im Wert. Mit Gold als Geld ist auch das Horten kein Problem, weil der Wert des restlichen Goldes (und des gehorteten natürlich, aber es bleibt ja annahmegemäß dem Kreislauf entzogen) steigt. simpelste Logik. nachzulesen bei Rothbard et al.

P.S. Nur weil das so einfach klingt ist es nicht falsch. Ich beschäftige mich seit mehr als zehn Jahren damit, auch mit den angeblichen Alternativen. Das hier ist nur die Essenz daraus.

Cosmic (nicht überprüft)
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Hallo Herr Janich,

ich bin ziemlich gespannt auf die Diskussionen mit Ihnen und den anderen Vertretern der Geldreformszene. Das dürfte sehr spannend werden...ich hab mich gestern auch für Sinsheim angemeldet.

Bis bald
Schöne Grüße
Cosmic

Oliver Janich
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User offline. Last seen 1 Tag 8 Stunden ago. Offline
Beigetreten: 28.06.2009

Sehr gut, das wird eine spannende Veranstaltung. Vielleicht sind danach alle "geheilt" vom Aberglauben an den Staat Smile

Cosmic (nicht überprüft)
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@Oliver: ... hehe Wink

Meine Meinung zum Staat ist nicht durchweg negativ. Es ist wie bei Vielem, was man draus macht. Auch meinem Verständnis wäre es ein kollektiver Zusammenschluss der Vernunft, der ordnungspolitische Rahmenbedingungen setzt, in denen sich die individuelle Freiheit optimal entfalten kann.
Alles in Allem ergibt das am Ende ein Paket, und das sollten wir, die Bürger gestalten. Mehr Demokratie!
Schutz der Menschenwürde, ...

Das Ganze beschränkt sich nicht mehr nur auf das Geldsystem alleine, denn das bisherige Monopoly und Umverteilungscasione hat auch mit den Eigentumsverhältnissen und vielem mehr zu tun.

Das dies alles der Markt von ganz alleine regeln kann, wage ich zu bezweifeln. Ein Mittelweg vielleicht...?!

Warum sollte der Staat, also wir Bürger nicht eine hoheitliche, eigene Währung haben. daneben können alle Bankgeschäfte, Komplementärwährungen, Regios usw. in Symbiose exisitieren. Auch Bernhard Lietaer sieht die Zukunft in einem Mix aus Währungssystemen.
Was den Staat betriefft ist am Ende die Frage, welche Währung oder Währungen er als seine eigene und als gesetzliches Zahlungsittel anerkennt.
Ich kann mir vorstellen, daß man über leistungsgedeckte VErrechnungssysteme, wie zB Chiemgauer, regionale Systeme als Fallschirm relaiv schnell realisieren könnte.
Wenn die Kommunen dann diese Währung für örtliche Steuern annehmen würden, wäre es perfekt. Währung ist ja bekanntlich auch einfach eine Vertrauensfrage...
Neue Ideen, wie das BGE könnten in solche Überlegungen mit einfließen, uvm. ...
Freiraum für Wunder:
http://cosmicpoetryclub.wordpress.com/2010/01/29/seltenes-blatt-freiraum...

Schöne Grüße
cosmic -.-

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